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WIFO-Publikationen: Franz Sinabell (166 Treffer)

WIFO Research Briefs, 2021, (6), 8 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 12.05.2021 7:00
Im Jahr 2019 entwickelte das WIFO im Rahmen der Evaluierung des Programmes der Ländlichen Entwicklung 2014-2020 den "Lebenssituationsindex" für das damalige Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. Dieser bildet erstmals die Lebensumstände auf kleinräumiger Ebene in den 2.122 Wohngemeinden in Österreich für den Zeitraum 2010 bis 2017 quantitativ ab, indem er die auf die Lebensumstände einwirkenden Faktoren wie Einkommen, Erwerbsintensität, Alter und Qualifikation in einer Indexzahl bündelt. Der Lebenssituationsindex liefert Hinweise auf die unterschiedlichen Lebensbedingungen zwischen städtischen und ländlichen Regionen bzw. dicht und dünn besiedelten Gebieten sowie innerhalb der ländlichen Regionen, wie der Blick auf die peripheren ländlichen Regionen auf der einen Seite und die zentralen ländlichen Räume im Umland von Zentren auf der anderen Seite zeigt. Mit der Aktualisierung für das Jahr 2019 wird die Ausgangssituation und eine Vergleichsbasis mit regionalem Bezug unmittelbar vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Frühjahr 2020 abgebildet.
Julia Bachtrögler-Unger, Julia Bachtrögler-Unger, Margit Schratzenstaller, Margit Schratzenstaller, Franz Sinabell
Der europäische COVID-19-Aufbauplan (The European COVID-19 Recovery Plan)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(4), S.321-334
Online seit: 06.05.2021 0:00
 
Der COVID-19-Aufbauplan der EU umfasst das temporäre Aufbaupaket NextGenerationEU (NGEU) im Umfang von 750 Mrd. € – dessen wichtigstes Instrument die Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) mit 672,5 Mrd. € ist – sowie den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 im Umfang von 1.074,3 Mrd. €. Während die Ausgabenstruktur des MFR nur mäßig modernisiert wurde, sind NGEU und vor allem die RRF explizit zukunftsorientiert: 37% der RRF-Mittel sollen in den Klimaschutz fließen, 20% in den digitalen Wandel. Neue Eigenmittel sollen künftig wichtige europäische Vorhaben unterstützen: Die bestehenden Eigenmittel zur Finanzierung des MFR werden um ein plastikbasiertes Eigenmittel ergänzt. Zur Tilgung der für NGEU aufgenommenen Schulden sollen u. a. eine Digitalsteuer, ein auf dem EU-Emissionshandelssystem basierendes Eigenmittel und ein CO2-Grenzausgleichsmechanismus beitragen.
Ein Ausblick auf die Treibhausgasemissionen in Österreich 2021 und 2022 (An Outlook on Greenhouse Gas Emissions in Austria in 2021 and 2022)
WIFO Working Papers, 2021, (628), 33 Seiten
Online seit: 19.04.2021 9:00
In dem vorliegenden Bericht wird ein methodischer Zugang vorgestellt, der es gestattet, die Auswirkungen von Änderungen der Wirtschaftsentwicklung in Österreich auf die Emission von Treibhausgasen (THG) zeitnah sichtbar zu machen. Dieses Werkzeug, dessen Kern die Input-Output-Tabelle der österreichischen Volkswirtschaft ist, wird angewendet, um die Auswirkungen der COVID-19-Krise im Jahr 2020 und die vom WIFO prognostizierte Erholung der Wirtschaft in den Jahren 2021 und 2022 auf die THG-Emissionen zu bestimmen. Den Schätzungen zu Folge sind die THG-Emissionen im Jahr 2020 um mehr als 7% im Vergleich zum Jahr 2019 gesunken. Im Jahr 2021 dürften sie gegenüber 2020 um 2% ansteigen und der Anstieg 2022 gegenüber 2021 wird 3,7% betragen. Im Jahr 2022 dürften die Treibhausgasemissionen folglich noch um knapp 2 Mio. t niedriger als 2019 sein und somit etwas niedriger als 1990, dem Basisjahr des Kyoto-Protokolls (78,4 Mio. t. CO2-Äquivalente). In den Berechnungen sind Landnutzung, deren Änderung und Forstwirtschaft ausgeklammert. Verglichen mit der WIFO-Prognose zum Wirtschaftswachstum im Lockdown-Szenario für 2021 von +1,5% und +4,7% im Jahr 2022 weicht der erwartete Anstieg der Emissionen somit deutlich ab. Die unterschiedlichen Änderungsraten sind darauf zurückzuführen, dass die Herstellung von Waren, die emissionsintensive Sektoren umfasst, bereits 2021 stärker wachsen werden und Sektoren mit geringeren Emissionen wie die Gastronomie und Beherbergung erst 2022 aufholen werden.
Monographien, April 2021
Auftraggeber: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Mit dem Warentransport sind zahlreiche negative externe Effekte verbunden. Aufgrund eines Marktversagens werden zu viele Güter über weite Strecken transportiert. Maßnahmen zur Internalisierung, wie die Einführung von Auflagen, Verboten sowie Steuern, Abgaben und handelbaren Zertifikaten, zielen darauf ab, die externen Kosten zu berücksichtigen. In einigen Bereichen werden solche Eingriffe jedoch unterlassen. Eine umfassende Literaturrecherche zeigt, dass die mit dem Warentransport verbundenen externen Kosten nur teilweise internalisiert und somit preiswirksam sind. Mittels eines quantitativen Modells wird in einer Szenarioanalyse untersucht, wie sich eine Internalisierung der externen Kosten von Handelsaktivitäten in Form eines Preisaufschlags auswirken würde. Wie die Ergebnisse zeigen, könnte die Umsetzung von Transportkostenwahrheit im Extra-EU-Handel mit einer leichten Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes und der Beschäftigung in der EU einhergehen, sofern die Einnahmen dieser Handelsaufschläge wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Die Analyse benennt Handlungsempfehlungen zur Herstellung von Transportkostenwahrheit im internationalen Handel.
Ulrike Famira-Mühlberger, Franz Sinabell, Gerhard Streicher (WIFO), Theresa Sterkl (lk-projekt)
Green Care in Österreich. Regionalwirtschaftliche Bedeutung und Zukunftsperspektiven (Green Care in Austria. Regional Economic Significance and Future Prospects)
Monographien, März 2021, 70 Seiten
Auftraggeber: Green Care Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 30.03.2021 11:00
 
Im Programm der Ländlichen Entwicklung wurden Maßnahmen etabliert, die Betriebe dabei unterstützen, Geschäftsfelder zu entwickeln, die über die Produktion landwirtschaftlicher Güter hinausgehen. Dazu zählt auch die Unterstützung bei der Bereitstellung von sozialen Dienstleistungen. Diese werden in Österreich unter der Bezeichnung "Green Care" entwickelt und vermarktet. Über den Verein "Green Care Österreich" wurden im Jahr 2020 auf 113 Betrieben, von denen 58 extern zertifiziert sind, 170 Green-Care-Dienstleistungen angeboten. Die vorliegende Studie liefert einen Überblick zu den regionalwirtschaftlichen Effekten dieser Dienstleistungen. Gemessen an der derzeit noch überschaubaren Anzahl von Betrieben sind die regionalwirtschaftlichen Effekte beachtenswert sowohl im Hinblick auf Wertschöpfung als auch auf Beschäftigung. Der Bericht beleuchtet zudem auch Perspektiven sozialer Dienstleistungen im ländlichen Raum und stellt dabei Daten zur sozialen Infrastruktur und demographischen Entwicklung vor.
Monographien, März 2021
Auftraggeber: Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die chemische Industrie nimmt bei der Erreichung der Klimaziele in Österreich und in der EU eine Schlüsselrolle ein. Die vorliegende Studie untersucht aus einer volkswirtschaftlichen Perspektive die Voraussetzungen und Elemente, die nötig sind, um diese Rolle zu erfüllen. Dazu wird zunächst die Ausgangslage der chemischen Industrie in Österreich betrachtet – im Hinblick auf die Position im volkswirtschaftlichen Wertschöpfungsgefüge, die Bedeutung für Beschäftigung und Außenhandel und die relative Stellung in Bezug auf Innovationen und Digitalisierung im Vergleich mit anderen Branchen. Im Zuge einer empirischen Erhebung werden Primärdaten gewonnen, die Einblicke in die Perspektiven der chemischen Industrie in Österreich geben und Anpassungspfade beleuchten, die zur Erreichung der Klimaneutralität beitragen. Im Zwischenbericht werden Ergebnisse einer Input-Output-Analyse vorgelegt. Diese zeigen die wirtschaftliche Bedeutung der untersuchten Branchen in Bezug auf Wertschöpfung und Beschäftigung.
Holz im Bau und als Rohstoff für Kraftstoffe. Szenarien für die österreichische Volkswirtschaft (Wood in Construction and as a Raw Material for Fuels. Scenarios for the Austrian Economy)
Monographien, März 2021, 32 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 18.03.2021 9:00
 
Der Cluster Forst- und Holzwirtschaft ist von hoher volkswirtschaftlicher und regionalökonomischer Bedeutung, wie statistische Auswertungen zu Wertschöpfung und Beschäftigung zeigen. Er nimmt außerdem eine zentrale Rolle in der Energiewende und der Transformation zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaft ein. Die österreichische Bundesregierung strebt die Klimaneutralität im Jahr 2040 an. Der Cluster kann dazu auf mehrfache Weise beitragen. Holz als Baustoff kann der Atmosphäre langfristig erhebliche Mengen von Kohlendioxid entziehen und somit die raschere Erreichung einer klimaneutralen Wirtschaft unterstützen. Durch erneuerbare Kraftstoffe und andere Stoffe aus Holz können zudem Verbrauchsgüter bereitgestellt werden, die bisher aus fossilen Rohstoffen gewonnen wurden. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass der vermehrte Einsatz von Holz trotz Verdrängungseffekten mit einer Steigerung der Wertschöpfung und einer Ausweitung der Beschäftigung einhergehen kann. Die Transformation des Wirtschaftssystems in Richtung erneuerbare Rohstoffe und Klimaneutralität wirkt sich unmittelbar positiv auf Wertschöpfung und Beschäftigung aus und verbessert die Treibhausgasbilanz Österreichs.
Regionale Beschäftigung im Cluster Forst- und Holzwirtschaft in Österreich (Regional Employment in the Forestry and Timber Industry Cluster in Austria)
Monographien, März 2021, 34 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 18.03.2021 9:00
 
Die vorliegende Studie stellt statistische Kennzahlen zur Wertschöpfungskette des Clusters Forst- und Holzwirtschaft in Österreich vor. Im Mittelpunkt stehen Auswertungen zur Beschäftigung auf regionaler Ebene. Die Zahl der im Inland wohnhaften aktiv Erwerbstätigen im Cluster Forst- und Holzwirtschaft wurde erstmals auf Bezirksebene ermittelt. Zusätzlich wurde der Bestand jener Personen erhoben, die im Bereich der Verwaltung, der Forschung und im Bildungswesen dem Forst- und Holzcluster zugeordnet werden.
Der Beitrag der Konjunkturbelebung zur Transformation. Einordnung von Maßnahmen der Bundesländer (The Contribution of Economic Recovery to Transformation. Classification of Measures by the Länder)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(1), S.67-78
Online seit: 28.01.2021 18:00
 
Die Erreichung ambitionierter Klimaziele erfordert eine weitreichende Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Konjunkturbelebende Maßnahmen sollten nur dann umgesetzt werden, wenn sie Klimaschutz und Transformation befördern. Der vorliegende Beitrag ordnet Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie hinsichtlich ihres Beitrags zu Klimaschutz, Beschäftigungswachstum und Wertschöpfung ein. Obgleich die umweltbezogenen Budgets der Länder beschränkt sind, können sie Schwerpunkte setzen und innerhalb ihres Kompetenzbereiches (etwa über die Raumordnung, Bauordnungen oder den Infrastrukturausbau) Transformationsprozesse beschleunigen. Positiv in ihrer Wirkung und kurzfristig umsetzbar sind Maßnahmen zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder der Nutzung erneuerbarer Energieträger, zur Steigerung der Kapazität des Stromnetzes, zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft, zur Waldsanierung und Neuaufforstung sowie zur Transformation des Gebäudebestandes. Zudem sollte der Kapitalstock des öffentlichen Sektors klimaneutral umgestaltet werden.
Julia Grübler, Oliver Reiter (wiiw), Franz Sinabell (WIFO)
EU und Mercosur – Auswirkungen eines Abbaus von Handelsschranken und Aspekte der Nachhaltigkeit (EU and Mercosur – Effects of Reducing Trade Barriers and Sustainability Aspects)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(11), S.845-858
Online seit: 27.11.2020 0:00
 
Das 2019 vorgestellte Assoziierungsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Ländern (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) soll die Handelsbeziehungen verbessern und die Dynamik des induzierten Wirtschaftswachstums nutzen, um Ziele von gemeinsamem Interesse zu erreichen, die über die Intensivierung des Außenhandels hinausgehen. Die Waren- und Dienstleistungshandelsströme zeigen in den letzten Jahren einen leichten Exportüberhang Österreichs gegenüber dem Mercosur, während die EU insgesamt mehr importiert als exportiert. Der angestrebte Abbau von Handelsschranken wird das Wirtschaftswachstum in beiden Regionen etwas verstärken. Das Abkommen gibt Umweltthemen und Aspekten der nachhaltigen Entwicklung breiten Raum. Die öffentliche Kritik daran bemängelt jedoch die erwartete geringe Durchsetzungsmöglichkeit.
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