WIFO Research Briefs

The WIFO Research Briefs present short contributions to economic policy discussions as well as short summaries of WIFO's research work. They are written in compliance with the Guidelines for Good Scientific Practice and scientific policy advice of the Austrian Agency for Research Integrity (ÖAWI) and serve to increase the national and international visibility of WIFO research results.

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Recent issues (23 hits)

Die Rezession 2020: Österreich im Ländervergleich (The 2020 Recession: Austria in Country Comparison)
WIFO Research Briefs, 2021, (4), 15 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 05.03.2021 11:00
In Österreich ging die Wirtschaftsleistung 2020 im Vergleich zu anderen OECD- und EU-Ländern und insbesondere zu Deutschland und der Schweiz relativ stark zurück. Der Großteil der Ländervariation geht auf Unterschiede in pandemiebedingten Verhaltensänderungen durch Lockdowns und Social Distancing sowie auf die unterschiedliche Bedeutung tourismusabhängiger Dienstleistungen für die Gesamtwirtschaft zurück. Für Österreich erklären diese beiden Faktoren die Tiefe der Rezession vollständig. Der Unterschied zur Entwicklung in Deutschland ist im Wesentlichen auf die höhere Bedeutung des Tourismus für die heimische Wirtschaft zurückzuführen.
WIFO Research Briefs, 2021, (3), 9 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 03.03.2021 10:30
Die Ergebnisse des "Gleichstellungsindex Arbeitsmarkt", der zuletzt unmittelbar vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie auf Basis von Daten aus dem Jahr 2019 aktualisiert wurde, zeigen insbesondere ungenütztes Gleichstellungspotential bei Frauen mit Kindern. Zugleich gibt es Hinweise, dass gerade durch die COVID-19-Pandemie verursachte Betreuungsarbeiten, die aus geschlossenen bzw. auf Notbetrieb umgestellten Betreuungseinrichtungen resultierten, oftmals von Frauen "aufgefangen" wurden. Darüber hinaus zeigen die jüngsten Arbeitsmarktdaten, dass Frauen durch die anhaltenden Lockdowns verhältnismäßig stärker getroffen wurden, was sich in rückläufiger Arbeitsmarktpartizipation, aber auch in der relativen Steigerung der Arbeitslosigkeit von Frauen zeigt. Dieser Research Brief analysiert die neuesten Entwicklungen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und zeigt Handlungsoptionen auf.
Die Entwicklung des Lohnunterschiedes zwischen Frauen und Männern in Österreich von 2005 bis 2019 (The Development of the Wage Gap Between Men and Women in Austria from 2005 until 2019)
WIFO Research Briefs, 2021, (2), 11 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 01.03.2021 0:00
Wie wissenschaftliche Untersuchungen regelmäßig belegen, gibt es in Österreich geschlechtsspezifische Lohnunterschiede. Der vorliegende Research Brief untersucht auf Basis von EU-SILC-Daten die Entwicklung dieser Unterschiede im Zeitraum 2005 bis 2019. Während der Stundenlohn von Frauen im Jahr 2005 um etwa 20,5% geringer war als jener der Männer, sank diese Differenz bis 2019 auf 15,3%. Auch der um bestimmte Merkmale wie etwa die Schulbildung und Berufserfahrung "bereinigte" Lohnunterschied ging je nach statistischer Methode bis 2019 auf 6% bis 11% zurück (2005: 9% bis 17%). Der Hauptgrund für den Rückgang ist eine Angleichung der Merkmale von Frauen und Männern, die auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Die größte Bedeutung für den Lohnunterschied kommt neben nicht beobachteten Merkmalen der Berufswahl und der Berufserfahrung zu, die im Fall von Frauen durch Kinderbetreuungszeiten eingeschränkt wird. Der vorliegende Research Brief ist eine Aktualisierung von Böheim, R., Fink, M., Zulehner, C., "About time: the narrowing gender wage gap in Austria", Empirica, 2020.
Beschäftigung 2020: Bilanz nach einem Jahr COVID-19-Pandemie (Employment 2020: Taking Stock After One Year of COVID-19 Pandemic)
WIFO Research Briefs, 2021, (1), 11 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 21.01.2021 0:00
Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie hinterließen deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Nach den drastischen Einbußen im Frühjahr 2020 gingen mit dem Wiederhochfahren der Wirtschaft und der Belebung des Sommertourismus die Beschäftigungsverluste zurück. Aufgrund des erneuten Lockdown im November und des hinausgeschobenen Beginns der Wintersaison im Tourismus zu Jahresende sank die Beschäftigung jedoch abermals und lag Ende Dezember 2020 um 3,3% unter dem Vorjahresniveau. Im Jahresdurchschnitt 2020 – d. h. einschließlich der Zeit bis zum ersten Lockdown im März – betrug der Rückgang der aktiv unselbständigen Beschäftigung 2,0%. Besonders von Arbeitsplatzverlusten betroffen waren junge Menschen sowie Arbeiterinnen und Arbeiter; nach Wirtschaftsbereichen büßten neben dem Tourismus der Arbeitskräfteverleih, die Reisebranche (Reisebüros, Reiseveranstalter), die kontaktintensiven Bereiche Freizeit, Kultur und persönliche Dienstleistungen sowie der Verkehr am stärksten an Beschäftigten ein.
WIFO Research Briefs, 2020, (19), 9 pages
Commissioned by: Federal Ministry of Finance
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 19.11.2020 9:00
Die aktuelle Auswertung des WWWI deutet auf eine zunehmende Abschwächung der Konjunkturerholung hin: Im Monatsdurchschnitt sank der Indikator im Oktober leicht (–3,5%). Unter Berücksichtigung der behördlichen Einschränkungen (zweiter Lockdown ab 3. November 2020 mit Verschärfung ab 17. November) ergibt die auf dem WWWI aufbauende Einschätzung für das gesamte Jahr 2020 einen Rückgang des BIP von 8%. Die Modellberechnungen für das Jahr 2020 aus dem Cluster dynamischer Faktormodelle (CDFM) ergeben eine ähnliche Größenordnung. Neben entstehungs- und verwendungsseitigen Komponenten der VGR enthält das Modell auch eine Echtzeiteinschätzung für die Verteilungsseite.
WIFO Research Briefs, 2020, (18), 8 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 09.11.2020 0:00
Es gibt profunde empirische Evidenz über den positiven Effekt von Schulbesuch und erlernten Kompetenzen auf den individuellen und gesellschaftlichen Wohlstand. Schulschließungen über mehrere Wochen haben nachweislich negative Effekte auf den späteren Arbeitsmarkterfolg der betroffenen Kinder. Makroökonomisch ist Bildung die wesentlichste Determinante für die Entwicklung des Wirtschaftswachstums und damit für die langfristige Prosperität einer Gesellschaft, da Bildung eine Investition in Wissen und Fähigkeiten der Bevölkerung ist. Für die Bildungspolitik in der COVID-19-Krise steht also sehr viel auf dem Spiel – auf individueller, aber auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.
WIFO Research Briefs, 2020, (17), 11 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 05.11.2020 0:00
Die Wirtschaft dürfte 2020 um 7,7% schrumpfen statt um 6,8%, wie noch im Oktober prognostiziert. 0,6 Prozentpunkte dieses zusätzlichen Einbruchs sind auf den Bereich Beherbergung und Gastronomie zurückzuführen, der Rest vor allem auf (freiwilligen) Konsumverzicht in anderen Bereichen. 2021 dürfte das BIP um nur 2,8% expandieren statt um 4,4% laut WIFO-Prognose vom Oktober 2020. Der BIP-Beitrag aus dem Bereich Beherbergung und Gastronomie steigt hingegen um 0,3 Prozentpunkte. Während also der Tourismus von den aktuellen Verschärfungen im nächsten Jahr profitieren soll, ergeben sich gesamtwirtschaftlich negative Folgeeffekte.
COVID-19: Beschäftigungssituation – Bilanz nach einem halben Jahr COVID-19-Pandemie (COVID-19 Pandemic: Employment Situation – Taking Stock After Half a Year of COVID-19 Pandemic)
WIFO Research Briefs, 2020, (16), 9 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 02.11.2020 9:00
Ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie sind die Folgen für die Beschäftigung noch immer merklich spürbar. Der Rückgang war im September im Vorjahresvergleich zwar geringer als im Frühjahr, betrug aber immer noch etwa 1%. Zudem waren, nach dem Höhepunkt im Mai mit über 1,3 Mio. angemeldeten Kurzarbeitsfällen, rund 300.000 Beschäftigte zur Kurzarbeit angemeldet. 20- bis 24-jährige Arbeitskräfte waren von den Auswirkungen der COVID-Maßnahmen überdurchschnittlich betroffen, ebenso Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Männer (insbesondere zu Beginn der Krise). Unter jenen Branchen, die von der Krise besonders erfasst worden waren, erreichte einzig das Bauwesen das Beschäftigungsniveau des Vorjahres wieder. War die Beschäftigung im Mai in erster Linie in den vom Wintertourismus geprägten Bundesländer Tirol und Salzburg gesunken, so verzeichnete im September Wien die größten Einbußen. Nur im Burgenland wurde die Beschäftigung ausgeweitet.
WIFO Research Briefs, 2020, (15), 14 pages
Commissioned by: Federal Ministry of Finance
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 02.11.2020 9:00
Die aktuelle Konjunkturlage verbesserte sich in Österreich im September 2020 weiter. Auf Basis hochfrequenter Daten zeigt der wöchentliche WIFO-Wirtschaftsindex (WWWI) in der Kalenderwoche 39 eine Lücke von 2,9% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Im Monatsdurchschnitt war die Erholung abermals schwächer als in den Vormonaten. Die auf dem WWWI aufbauende Einschätzung für das Gesamtjahreswachstum des BIP liegt bei rund –7%. Dies bestätigen auch die Ergebnisse des Clusters dynamischer Faktormodelle (CDFM), welches hier für die verwendungsseitigen Aggregate der VGR vorgestellt wird. Die Auswahl der Indikatoren für das CDFM basiert u. a. auf den Erkenntnissen einer Korrelationsanalyse, welche gleichfalls beschrieben wird. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannte sich im September weiter, in einigen Wirtschaftsbereichen stabilisierte sich das Beschäftigungsniveau.
WIFO Research Briefs, 2020, (12), 10 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 28.09.2020 0:00
Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie verursachten die stärksten Beschäftigungsverluste im Beherbergungs- und Gaststättenwesen, sie entsprachen im März 2020 knapp der Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungseinbruchs von rund 180.000. Mit Beginn der Sommerhauptsaison verringerte sich der Abbau der aktiven unselbständigen Beschäftigung merklich. Im Juli lag die Gesamtzahl der Beschäftigten um 2,1%, im August um 1,1% unter dem Vorjahresniveau. Wenngleich der Arbeitskräfteabbau im Beherbergungs- und Gaststättenwesen mittlerweile zum Teil kompensiert wurde, war der Bestand im August um rund 10% niedriger als im Vorjahr. Regional fielen die Beschäftigungseinbußen im Beherbergungswesen in der Sommerhauptsaison sehr unterschiedlich aus: Wien war wegen des Ausbleibens ausländischer und inländischer Gäste besonders betroffen, Kärnten dank einer regen Nachfrage inländischer Gäste am wenigsten. Auch die Gastronomie verzeichnete in allen Bundesländern einen Beschäftigungsrückgang.
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