Auf Schumpeters Spuren

08.04.2021

Neues Buch von WIFO-Ökonom Michael Peneder und WU-Wirtschaftshistoriker Andreas Resch

In ihrem soeben erschienenen Buch "Schumpeter's Venture Money" (Oxford University Press) legen der Innovationsforscher Michael Peneder (WIFO) und der Wirtschaftshistoriker Andreas Resch (Wirtschaftsuniversität Wien) vor dem Hintergrund der Geschichte des Geldes eine umfassende Neuinterpretation von Schumpeters Geldtheorie vor.

Im Fokus steht die von Joseph Schumpeter postulierte Nicht-Neutralität des Geldes – also der Einfluss von Geld auf die Realwirtschaft durch die Finanzierung neuer unternehmerischer Wagnisse. Die Arbeit beruht auf umfangreichen Archivrecherchen in Wien und Harvard, beides langjährige Wirkungsstätten Schumpeters. Dabei kommen viele neue Fakten zu seinen spektakulär gescheiterten finanziellen Abenteuern als Bankier und Proto-Venture Capitalist im Wien der 1920er-Jahre ans Tageslicht.

Gleichzeitig schafft seine monetäre Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung einen erzählerischen Rahmen, mit dem es gelingt, die historische Entwicklung des Geldwesens mit jüngeren Ereignissen – wie z. B. der Entstehung von Venture Capital als eigenständigem Geschäftsmodell, der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise von 2008/09 oder der wachsenden Bedeutung digitaler Krypto-Währungen – auf verständliche Weise zusammenzuführen.

Weitere Informationen zum Buch finden Sie bitte hier.

Rückfragen an

Priv.-Doz. Dr. Michael Peneder

Forschungsbereiche: Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb
© Anthony Boyd Graphics
© Anthony Boyd Graphics