Freihandel als Retter in der Not?

28.10.2021

WIFO Research Brief zu Antidumpingzöllen, Preisen und China

In einem soeben erschienenen Research Brief von WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr und Alexander Sandkamp (Institut für Weltwirtschaft Kiel) wird auf Grundlage zweier aktueller Arbeiten argumentiert, dass die Abschaffung der EU-Antidumpingzölle den Druck auf die Vorleistungs- und Verbraucherpreise zumindest teilweise mildern würde.

Im Gegensatz dazu könnte die jüngste Abschaffung der differenzierten Behandlung Chinas in der EU-Antidumpinggesetzgebung sogar zu einem Anstieg der Importpreise beigetragen haben.

Die aktuelle Kombination aus wieder anziehender Nachfrage und anhaltenden Unterbrechungen der Lieferketten hat zu einer besorgniserregenden Rückkehr der Inflation geführt. In der EU stiegen die Erzeugerpreise der Industrie im Juli 2021 um 12,2% gegenüber dem Vorjahr.
 

Publikationen

Gabriel Felbermayr (WIFO), Alexander Sandkamp (IfW)
Antidumpingzölle, Preise und China: Freihandel als Retter in der Not? (Antidumping Duties, Prices and China: Free Trade to the Rescue?)
WIFO Research Briefs, 2021, (12), 8 Seiten
Online seit: 25.10.2021 0:00
Die jüngste Kombination aus wieder anziehender Nachfrage und anhaltenden Unterbrechungen der Lieferketten hat zu einer besorgniserregenden Rückkehr der Inflation geführt. In der EU stiegen die Erzeugerpreise der Industrie im Juli 2021 um 12,2% gegenüber dem Vorjahr. In diesem Research Brief wird auf der Grundlage zweier aktueller Arbeiten argumentiert, dass die Abschaffung der EU-Antidumpingzölle den Druck auf die Vorleistungs- und Verbraucherpreise zumindest teilweise mildern würde. Im Gegensatz dazu könnte die jüngste Abschaffung der differenzierten Behandlung Chinas in der EU-Antidumpinggesetzgebung sogar zu einem Anstieg der Importpreise beigetragen haben.
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Markus Kiesenhofer, BA, MA

Tätigkeitsbereiche: Stabstelle für Öffentlichkeitsarbeit
© Harrison Qi/Unsplash
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