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WIFO-Publikationen: Atanas Pekanov (17 Treffer)

Geldpolitik und Kreditwesen in der COVID-19-Krise (Monetary Policy and Credit in the COVID-19 Crisis)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(4), S.309-320
Online seit: 06.05.2021 0:00
 
Neben der COVID-19-Pandemie prägten 2020 vor allem die umfangreichen Interventionen der Europäischen Zentralbank die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und im Kreditwesen im Euro-Raum. In Reaktion auf die Krise gestaltete die EZB ihre Geldpolitik 2020 besonders expansiv. Ein zentrales Element war die Einführung des Pandemie-Notfallankaufprogrammes (PEPP), das die Sekundärmarktrenditen auf 10-jährige Staatsanleihen stabilisierte. Die kurzfristigen Zinssätze im Euro-Raum blieben 2020 im negativen Bereich. Dies schuf stabile Finanzierungsbedingungen. Die Kreditvergabe durch die Banken stützte die Liquidität der Unternehmen. Die regulatorischen Kennzahlen des Bankwesens in Österreich blieben unverändert. Trotz der kurzfristig erfolgreichen Stabilisierung bestehen weiterhin Gefahren für die Wirtschaft und das Bankensystem. Diese drohen u. a. bei einer Überschuldung der Unternehmen, einer Verschärfung der Finanzierungsbedingungen oder einem verzögerten Anstieg der Insolvenzen.
Europäische Wirtschaftspolitik in der COVID-19-Krise. Zwischen Rettungspaketen und Maßnahmen zur Konjunkturbelebung (European Economic Policy in the COVID-19 Crisis. Between Rescue Packages and Economic Stimulus Measures)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(3), S.193-203
Online seit: 31.03.2021 0:00
 
Im Jahr 2020 war in sämtlichen EU-Mitgliedsländern ein tiefer und abrupter Einbruch der Wirtschaftsleistung zu verzeichnen. Als Reaktion darauf wurden diverse Hilfspakete verabschiedet, die die betroffenen privaten Haushalte und Unternehmen während der Krisenmonate unterstützen sollten. Eine aktive Fiskal- und Geldpolitik verhinderte eine noch tiefere Rezession. Die bisher ergriffenen Fiskalmaßnahmen dienen vorrangig dazu, die Krisenfolgen für Unternehmen und privaten Haushalte abzumildern, setzen jedoch wenig zusätzliche Impulse zur Konjunkturbelebung. Mit einer stimulierenden Wirkung von Fiskalmaßnahmen ist erst dann zu rechnen, wenn die COVID-19-Pandemie überwunden wurde. Für einen nachhaltigen Aufschwung bedarf es daher weiterhin einer expansiven Fiskalpolitik.
This document was provided by the Policy Department for Economic, Scientific and Quality of Life Policies at the request of the committee on Economic and Monetary Affairs (ECON) ahead of the Monetary Dialogue with the ECB President on 19 November 2020.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Europäisches Parlament, Ausschuss für Wirtschaft und Währung
Online seit: 13.01.2021 0:00
Uncertainty – a state in which assessing future conditions by economic agents is hampered – rose sharply during the current pandemic. A bout of uncertainty can have similar effects like an adverse demand shock, dampening private consumption, investment and, hence, inflation. According to our own estimations, however, the pandemic-induced spike of uncertainty has caused little macroeconomic damage so far. The introduction of PEPP was a quick and decisive action that stopped uncertainty from rising further and probably contained its adverse economic effects.
Ex-post-Analyse der Wirkungen des Maßnahmenpaketes und Schlussfolgerungen für künftige Pandemie-Wellen. Zwischenbericht (Ex-post Analysis of Government Measures Regarding the COVID-19 Crisis and Conclusions for Future Pandemic Waves. Interim Report)
Monographien, November 2020
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Online seit: 20.11.2020 0:00
Aus der Ex-post-Analyse der Wirkung der Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung während der Lockdown-Phase und zum Wiederhochfahren der Wirtschaft werden Schlussfolgerungen für künftige Pandemie-Situationen gezogen. Eine der wichtigsten Krisenmaßnahmen ist die Sicherung der Liquidität der Unternehmen zur Überbrückung möglicher Liquiditätsengpässe aufgrund der Umsatzeinbußen. Wie die Untersuchung der Entwicklung auf den Kreditmärkten in Österreich mit aggregierten Daten zeigt, trägt die Tätigkeit der Kreditinstitute zur Stabilisierung bei und bildet bisher kein zusätzliches Risiko für die Konjunktur. Zusätzlich zählt die österreichische Tourismuswirtschaft zu den am schwersten betroffenen Wirtschaftsbereichen. Anhand einer Analyse auf kleinräumiger Ebene werden jene Faktoren isoliert, die nach dem Wiederhochfahren der Branche im Sommer 2020 für den Erfolg bzw. Misserfolg bestimmend waren. Aus diesen Erkenntnissen können Strategien abgeleitet werden, um die Resilienz der Tourismuswirtschaft nach Bewältigung der COVID-19-Krise zu stärken. Mit einem regionalen Simulationsmodell werden zudem die volkswirtschaftlichen Kosten des krisenbedingten Abschwunges im Tourismus unter Berücksichtigung der staatlichen Hilfsmaßnahmen quantifiziert.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Europäisches Parlament
To achieve the necessary green transition in the EU, additional public investments by Member States will need to be mobilised throughout the next decade. In light of the macroeconomic environment of very low interest rates, this calls for a reform of the EU fiscal framework. The paper discusses three approaches for a reform of the fiscal rules to better reflect the need for higher (debt-financed) green public investment: (1) an exemption clause for green public investment; (2) the implementation of a green golden rule; (3) a country-specific benchmark share of government expenditures dedicated to green public investment recommended by the European Commission.
Antworten der internationalen Wirtschaftspolitik auf die COVID-19-Krise (International Economic Policy Responses to the COVID-19 Crisis)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(4), S.275-284
Online seit: 04.05.2020 13:30
 
Die meisten EU-Länder reagierten rasch auf die negativen Folgen der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie auf die Wirtschaft, um den Wirtschaftsschock möglichst zu begrenzen. Unter die zahlreichen angekündigten finanzpolitischen Maßnahmen fallen z. B. Liquiditätshilfen für die Unternehmen in Form von Krediten, Steuerstundungen bzw. Steuerherabsetzungen sowie nicht rückzahlbare Unterstützungszahlungen, Unterstützungen für private Haushalte, die gegenwärtig unter Arbeitslosigkeit, Einkommensverlusten und großer Unsicherheit leiden, sowie Hilfen für besonders stark betroffene Branchen. Hinzu kommen zusätzliche Mittel für bestimmte staatliche Aktivitäten und Bereiche, wie etwa das Gesundheitssystem oder die Forschung. Auch Österreich definierte ein im internationalen Vergleich ambitioniertes Hilfspaket, um die wirtschaftlichen Turbulenzen abzufangen. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Kurzarbeitsmodell sowie den massiven Liquiditätshilfen für Unternehmen zu, die wie in den meisten anderen Ländern ein zentraler Baustein der finanzpolitischen Reaktion auf die Krise sind.
Die Europäische Währungsunion im Wandel (The European Monetary Union in Transition)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(3), S.165-175
Online seit: 10.03.2020 0:00
 
In der Folge der weltweiten Finanzkrise entwickelte sich eine komplexe Debatte über die Notwendigkeit der Vollendung der Europäischen Währungsunion. Der Beitrag präsentiert den Diskussionsstand zur institutionellen Rolle der EZB in Zeiten niedriger Zinssätze sowie zu institutionellen Grundlagen der Fiskalpolitik in der Währungsunion und erörtert die Hindernisse für die Vollendung der Banken- und Kapitalmarktunion. Obwohl während der Krise im Euro-Raum wichtige institutionelle Reformen umgesetzt wurden, ist es seither zunehmend schwieriger, für neue Lösungen einen Konsens zu finden. Spezifische Aspekte der Architektur der Währungsunion werden derzeit wieder verstärkt untersucht, da Bedenken hinsichtlich der Resilienz der bestehenden Arrangements in einer neuerlichen Krise bestehen.
WIFO Working Papers, 2019, (592), 21 Seiten
Online seit: 10.12.2019 0:00
Das EU-Budget für die Periode 2021 bis 2027 muss sich stärker als bisher am europäischen Mehrwert orientieren, um angesichts der kontroversiellen Positionen der Mitgliedsländer und deren primärer Orientierung an der Nettoposition eine Einigung zu ermöglichen. Eine weitere Stärkung des Anteils von Ausgaben für Forschung, klimafreundliche grenzüberschreitende Verkehrs- und Energieversorgungsinfrastruktur und die zweite Säule der Agrarpolitik sowie von proaktiven Asyl- und Migrations- sowie Integrations- und Entwicklungsausgaben würde den europäischen Mehrwert der EU-Ausgaben erhöhen. Soll der Budgetrahmen nicht über den Vorschlag der Europäischen Kommission hinaus erhöht werden, können Spielräume durch eine stärkere Verringerung der ersten Säule der Agrarpolitik oder durch eine stärkere Fokussierung der Kohäsionspolitik geschaffen werden. Die stärkere Kopplung der Mittel an Umwelt- und Klimaziele und Ziele in der Migration und Integration sowie die Beachtung des Prinzips der Rechtsstaatlichkeit würden den europäischen Mehrwert des EU-Budgets steigern. Der europäische Nutzen des EU-Budgets könnte weiter gesteigert werden durch die Einführung eines Korbs von (steuerbasierten) Eigenmittelquellen (zusätzlich zu den diesbezüglichen Vorschlägen der Europäischen Kommission bieten sich Steuern auf den Flugverkehr sowie ein Grenzausgleichssystem für den EU-Emissionshandel an) als teilweiser Ersatz für die auf der Umsatzsteuer-Bemessungsgrundlage sowie dem Bruttonationaleinkommen basierenden nationalen Beiträgen, die derzeit überhaupt keinen Beitrag zur Umsetzung zentraler EU-Ziele und EU-Strategien leisten. Eine Erhöhung des Zielwerts für das Klima-Mainstreaming über den Vorschlag der Europäischen Kommission von 25% der Gesamtausgaben hinaus, der konsequente Ausschluss der Förderung fossiler Energien sowie die Nutzung "grüner" Eigenmittelquellen würden das EU-Budget zu einem zentralen Baustein des anvisierten "Green Deal for Europe" machen und seinen "grünen" europäischen Mehrwert stärken. Eine gesamthafte Betrachtung ist erforderlich: Regulative Eingriffe, Ausgaben- und Einnahmenseite des EU-Budgets müssen zusammen gedacht werden; angesichts der unterschiedlichen Interessen der Mitgliedsländer muss nach Paketlösungen gesucht werden. Isolierte Diskussionen über einzelne Maßnahmen (und Maßnahmenbereiche) sind nicht zielführend. Die Querverbindungen zwischen den Ausgabenbereichen des Mittelfristigen Finanzrahmens (z. B. ländliche Entwicklung und Kohäsion oder Forschung und Regionalförderung) zu anderen Politikbereichen sind stärker zu beachten und zu nutzen.
Monographien, Juni 2019, 30 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 19.06.2019 0:00
 
Euro area reform has been at the centre of much needed discussions throughout recent years. The euro area crisis has made it clear that significant vulnerabilities still exist in the current architecture of the European Monetary Union. This has opened an intellectual and policy debate on how to make the EMU more crisis-resilient and whether the euro area requires more risk-sharing or more market discipline to this end. Along these lines, numerous proposals have been presented by institutions and academics such as the introduction of a common fiscal policy instrument, possible reforms of the current fiscal rules, the creation of a euro area safe asset to break the sovereign-bank nexus and a common European Deposit Insurance Scheme. This policy brief summarises the discussions and policy proposals for EMU reform of recent years.
Monographien, Mai 2019, 16 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 29.05.2019 0:00
 
This policy brief summarises the main points of our detailed study on the concept of a financial transaction tax (FTT), the theoretical and empirical evidence in favour and against introducing it and the results of estimations of potential revenues from such a global FTT. We analyse the benefits and challenges of introducing a tax on financial transactions, putting special focus on the introduction of such a tax on a world-wide scale. For a number of reasons, international cooperation is deemed a central prerequisite for an efficient FTT. The purpose of the tax is to raise substantial revenues and help dampen excessive financial market speculation and market volatility. An FTT would ensure that the financial sector contributes more substantially to government revenues. In its optimal form, the tax would be broad-based and there will be no financial instrument types exempted. In a second step, we analyse from a political economy perspective the prospects, the current status, and the lessons learnt from the European discussion on the implementation of an FTT. Finally, we calculate the revenue potential of a global FTT and report how much revenues would accrue to specific countries and regions. We estimate that the tax, if imposed globally and taking into account evasion, relocation and lock-in effects, can bring significant revenues – between 237.9 and 418.8 billion $ annually. The baseline case delivers 326.9 billion $ overall for the global economy, which corresponds to 0.43 percent of global GDP. These are lower bounds for potential revenues due to missing data on a number of financial instrument types. For specific countries, in the baseline case this would result in 72.57 billion $ annual potential revenues for the USA (0.37 percent of GDP), 119.46 billion $ for the European Union (0.69 percent of GDP), 10.00 billion $ for Germany (0.27 percent of GDP), 9.99 billion $ for France (0.39 percent of GDP) and 19.99 billion $ for Japan (0.41 percent of GDP).
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