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WIFO-Publikationen: Gabriel Felbermayr (25 Treffer)

WIFO Working Papers, 2024, (669), 12 Seiten
Online seit: 15.01.2024 0:00
The EU Directive on Corporate Sustainable Due Diligence has sparked fierce debate about the regulations of supply chains. The Directive's objectives are aligned with European values. Assuming that enforcements of social and environmental rules are absent in certain third countries, it privatises compliance costs in complex supply networks. This paper suggests options to make the Directive more effective and efficient. It should exclude countries with a sufficient regulatory system and focus not on the entire network but on supplier-buyer relationships only. Public agencies should set harmonised regulatory standards, interpret the regulations and organise a private certification scheme in which liabilities are assumed by certification companies. The proposed system resembles the market for financial auditors.
WIFO-Monatsberichte, 2023, 96(9), S.613-632
Online seit: 16.10.2023 0:00
 
Dieser Beitrag zeigt Lösungswege auf, wie in den Kollektivvertragsverhandlungen mit den aktuellen Herausforderungen umgegangen werden könnte, um einerseits die Reallöhne zu stützen und andererseits die hohe Inflation zu dämpfen. Zunächst wird die Inflationsentwicklung in Österreich mit jener im Euro-Raum verglichen. Anschließend werden die Beziehungen zwischen Löhnen und Preisen anhand der internationalen Literatur sowie die institutionellen Gegebenheiten für Lohnverhandlungen in Österreich beleuchtet. Als Änderungsvorschläge für die Lohnverhandlungen wird zunächst ein Umstieg von der rollierenden auf die laufende Inflation diskutiert, verbunden mit einer Kompensation für die Arbeitnehmer:innen. Anschließend wird auf die gezielte Nutzung von Einmalzahlungen eingegangen und als zusätzliche Orientierungsgröße für die Produktivitätsentwicklung auf die nominelle sektorale Bruttowertschöpfung verwiesen.
Gabriel Felbermayr (WIFO), Oliver Krebs (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich)
Der volkswirtschaftliche Schaden von Decoupling in Deutschland. Szenarien auf Bundes-, Kreis- und Sektorebene (The Economic Damage of Decoupling in Germany. Scenarios at Federal, District and Sectoral Level)
Auftraggeber: Stiftung Familienunternehmen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 15.05.2023 0:00
Die Studie betrachtet verschiedene Szenarien der Entkoppelung ("Decoupling") des EU-Binnenmarktes vom internationalen Handel mit Zwischen- und Vorprodukten. Es werden die Szenarien für Deutschland als Ganzes als auch für die 400 Bezirke berechnet.
Michael Böheim, Susanne Bärenthaler-Sieber, Gabriel Felbermayr (WIFO), Arno Kahl, Arnold Autengruber (Universität Innsbruck, Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre)
Studien, März 2023, 111 Seiten
Auftraggeber: Österreichische Beteiligungs AG
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 01.03.2023 0:00
 
Mobilfunksendemasten sind auf den internationalen Kapitalmärkten zu einer eigenen Anlageklasse, die aufgrund von stabilen und sicheren Zahlungsströmen für Investoren attraktiv ist, avanciert. Auf diesem hoch konzentrierten Markt sind europaweit einige wenige große Anbieter aktiv. In Österreich wurde die Verwertung von Mobilfunksendemasten erst in der jüngsten Vergangenheit zum Thema. Grundsätzlich eröffnen sich aus ökonomischer Sicht fünf Handlungsoptionen für die Gestaltung der Eigentumsstrukturen der partiell im öffentlichen Eigentum stehenden Mobilfunksendemasten. Das Basisszenario (1) der reinen Ausgliederung stellt in Relation zur Ausgangssituation eine Verbesserung dar, da es betriebswirtschaftliche Vorteile ohne volkswirtschaftliche Nachteile bringt. Von den vier anderen Varianten scheidet der Verkauf an einen horizontalen Wettbewerber (2) aus wettbewerbsrechtlichen und -ökonomischen Gründen aus, während der Verkauf an einen "Maverick" (3) dem Verkauf an ein vertikal integriertes Telekommunikationsunternehmen (4) aus wettbewerbsökonomischen Gründen bzw. der Überführung in öffentliches Eigentum (5) aus Resilienzüberlegungen überlegen ist. Die Wahl zwischen Verkauf an einen "Maverick" (3) und Überführung in öffentliches Eigentum (5) hängt von der Priorisierung der Ziele ab, wobei bei kritischen Infrastrukturen zwischen effizienter Ressourcenallokation (Effizienz) und Widerstandsfähigkeit (Resilienz) ein Zielkonflikt existiert.
Gabriel Felbermayr (WIFO), Inga Heiland (IfW), Martin Mosler, Christoph Schaltegger (Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik)
Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Quantitative Bewertung unterschiedlicher Szenarien der zukünftigen Zusammenarbeit (Trade Relations between Switzerland and the EU. Quantitative Evaluation of Different Scenarios of Future Cooperation)
Auftraggeber: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die Schweiz und die Europäische Union (EU) verbindet eine enge bilaterale Zusammenarbeit, wobei im Zeitablauf eine graduelle Verschiebung von einer reinen Handelsintegration (Freihandelsabkommen von 1972) über eine stärker wirtschaftliche Integration (Bilaterale I) bis hin zu politischen Integrationsschritten (Bilaterale II) zu beobachten ist. Nachdem die Verhandlungen zu einem institutionellen Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU an verschiedenen Uneinigkeiten gescheitert sind, stellt sich für die Schweiz die Frage, ob sie die bilateralen Beziehungen zur EU angesichts der gemeinsamen Interessen nicht primär im wirtschaftlichen Bereich vertiefen sollte. Diese Studie berechnet die ökonomischen Auswirkungen eines modernisierten Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und der EU als Basisszenario und vergleicht die Effekte mit einer kompletten Desintegration (nur WTO-regelbasiert) sowie einer kompletten Integration (EU-Beitritt) als Referenzszenarien. Die Studie zeigt, dass sich auch mit einem modernen, zusätzlichen Freihandelsabkommen als souveränitätsschonende Alternative zur weiteren politischen Integration in die EU bedeutende Wohlstandsgewinne erzielen lassen. Eine solche Vertiefung des Marktzugangs müsste in beidseitigem Interesse sein: Ein modernisiertes Freihandelsabkommen erhöht den Wohlstand für beide Volkswirtschaften und wurde auch bereits im Entwurf des institutionellen Rahmenabkommens skizziert. Zugleich wurden die Konditionen des CETA-Abkommens von der EU unterzeichnet, was die Umsetzbarkeit eines ähnlichen Abkommens als praktikabel erscheinen lässt.
With ever-increasing political tensions between China and Russia on one side and the EU and the USA on the other, it only seems a matter of time until protectionist policies cause a decoupling of global value chains. This paper uses a computable general equilibrium trade model calibrated with the latest version of the GTAP database to simulate the effect of such a decoupling – implemented by doubling non-tariff barriers – between the two blocks on trade and welfare. Imposing import barriers almost completely eliminates bilateral imports. In addition, changes in price levels lead to higher imports and lower exports of the imposing country group from and to the rest of the world. The targeted country group increases exports to the rest of the world and reduces imports. Welfare falls in all countries involved, suggesting that governments should strive to cooperate rather than turn away from each other. By imposing a trade war on Russia, the political West could inflict severe damage on the Russian economy because of the latter's smaller relative economic size.
WIFO-Monatsberichte, 2023, 96(2), S.111-122
Online seit: 06.03.2023 0:00
 
Staaten haben schon immer wirtschaftspolitische Instrumente wie Importzölle, Steuern, Sanktionen oder ordnungspolitische Mittel eingesetzt, um geopolitische Ziele zu erreichen, aber diese Praxis hat mit dem Wiederaufleben internationaler Machtrivalitäten deutlich zugenommen. Länder wie Österreich und politische Allianzen wie die EU müssen sich dieser neuen Realität stellen und ihre eigenen geoökonomischen Instrumente schärfen. Dazu ist es wichtig, die wirtschaftlichen Mechanismen zu verstehen und über bestmögliche Informationen über binnen- und außenwirtschaftliche Abhängigkeiten und Verwundbarkeiten zu verfügen. Das wichtigste Instrument für die europäischen Länder ist der EU-Binnenmarkt, dessen Tiefe und Dynamik ein defensives und offensives Druckmittel im Umgang mit ausländischen Mächten darstellen. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Ergebnisse einer großen WIFO-Studie zusammen, die den politischen Entscheidungsträgern als Orientierungshilfe dienen soll.
With ever-increasing political tensions between China and Russia on one side and the EU and the USA on the other, it only seems a matter of time until protectionist policies cause a decoupling of global value chains. This paper uses a computable general equilibrium trade model calibrated with the latest version of the GTAP database to simulate the effect of such a decoupling – implemented by doubling non-tariff barriers – between the two blocks on trade and welfare. Imposing import barriers almost completely eliminates bilateral imports. In addition, changes in price levels lead to higher imports and lower exports of the imposing country group from and to the rest of the world. The targeted country group increases exports to the rest of the world and reduces imports. Welfare falls in all countries involved, suggesting that governments should strive to cooperate rather than turn away from each other. By imposing a trade war on Russia, the political West could inflict severe damage on the Russian economy because of the latter's smaller relative economic size.
Industriepolitik nach der geopolitischen Zeitenwende (Industrial Policy After the Geopolitical Turning Point)
WIFO-Monatsberichte, 2023, 96(1), S.3-14
Online seit: 10.02.2023 0:00
 
Multiple und gleichzeitige Herausforderungen wie die noch immer nicht ganz bewältigte COVID-19-Pandemie, Verwerfungen in den globalen Lieferketten, die durch den Ukraine-Krieg verschärfte Energiekrise, die grüne Transformation und vor allem geopolitische Rivalitäten bewirken eine Wiederentdeckung der Industriepolitik. Viele Länder setzen auf Subventionen, Beschränkungen des Außenhandels und der Direktinvestitionen sowie auf Ausnahmen im Wettbewerbsrecht, um die heimische Industrie zu fördern. Auch in Europa stellt sich die Frage, wie mit diesen neuen Bedingungen umgegangen werden soll. Statt industriespezifische Subventionen oder Ausnahmen im Wettbewerbsrecht auszubauen, sollte eine umfassende Standortpolitik betrieben werden. Die staatlichen Mittel sollten auf den Ausbau der erneuerbaren Energie, der Infrastruktur und auf eine Ausbildungsoffensive konzentriert werden. Auf EU-Ebene besteht die beste Industriepolitik darin, den Binnenmarkt weiter zu vertiefen und zu dynamisieren.
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