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WIFO-Publikationen: Gerhard Streicher (130 Treffer)

Ein Ausblick auf die Treibhausgasemissionen in Österreich 2021 und 2022 (An Outlook on Greenhouse Gas Emissions in Austria in 2021 and 2022)
WIFO Working Papers, 2021, (628), 33 Seiten
Online seit: 19.04.2021 9:00
In dem vorliegenden Bericht wird ein methodischer Zugang vorgestellt, der es gestattet, die Auswirkungen von Änderungen der Wirtschaftsentwicklung in Österreich auf die Emission von Treibhausgasen (THG) zeitnah sichtbar zu machen. Dieses Werkzeug, dessen Kern die Input-Output-Tabelle der österreichischen Volkswirtschaft ist, wird angewendet, um die Auswirkungen der COVID-19-Krise im Jahr 2020 und die vom WIFO prognostizierte Erholung der Wirtschaft in den Jahren 2021 und 2022 auf die THG-Emissionen zu bestimmen. Den Schätzungen zu Folge sind die THG-Emissionen im Jahr 2020 um mehr als 7% im Vergleich zum Jahr 2019 gesunken. Im Jahr 2021 dürften sie gegenüber 2020 um 2% ansteigen und der Anstieg 2022 gegenüber 2021 wird 3,7% betragen. Im Jahr 2022 dürften die Treibhausgasemissionen folglich noch um knapp 2 Mio. t niedriger als 2019 sein und somit etwas niedriger als 1990, dem Basisjahr des Kyoto-Protokolls (78,4 Mio. t. CO2-Äquivalente). In den Berechnungen sind Landnutzung, deren Änderung und Forstwirtschaft ausgeklammert. Verglichen mit der WIFO-Prognose zum Wirtschaftswachstum im Lockdown-Szenario für 2021 von +1,5% und +4,7% im Jahr 2022 weicht der erwartete Anstieg der Emissionen somit deutlich ab. Die unterschiedlichen Änderungsraten sind darauf zurückzuführen, dass die Herstellung von Waren, die emissionsintensive Sektoren umfasst, bereits 2021 stärker wachsen werden und Sektoren mit geringeren Emissionen wie die Gastronomie und Beherbergung erst 2022 aufholen werden.
Oliver Fritz, Anna Burton, Sabine Ehn-Fragner, Gerhard Streicher (WIFO), Peter Laimer, Ines Orsolic (STAT)
Bericht über die Bedeutung, Entwicklung und Struktur von Tourismus und Freizeitwirtschaft in Österreich im Jahr 2020 (Report on the Impact, Development and Structure of the Austrian Tourism and Leisure Industry 2020)
Monographien, April 2021
Auftraggeber: Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Laut Konzept des Tourismus-Satellitenkontos beliefen sich die Tourismusausgaben in- und ausländischer Gäste in Österreich 2020 auf 26,5 Mrd. € (Schätzung, –29,6% gegen 2019). Die resultierenden direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte von 20,5 Mrd. € (–31,0%) trugen 5,5% zum BIP bei. Zudem waren 2020 schätzungsweise rund 216.800 Vollarbeitsplätze (Erwerbstätige) oder 5,6% der bundesweiten Gesamtbeschäftigung direkt oder indirekt mit der Tourismuswirtschaft verbunden. Der Reiseverkehrssaldo laut Zahlungsbilanz schrumpfte 2020 auf +8,7 Mrd. € (–18,2%; Exporte –41,3%, Importe –61,0%; nominell, einschließlich internationaler Personentransport). Der Marktanteil Österreichs an den nominellen Tourismusexporten der EU 28 lag 2020 schätzungsweise bei 7,6% (neue historische Höchstmarke nach 1995 mit 7,4%), was erneut Rang 6 bedeutet. In der nichttouristischen Freizeitwirtschaft wurden 2020 schätzungsweise 35,5 Mrd. € Umsatz (–16,9%) sowie direkte und indirekte Effekte von 24,7 Mrd. € an Wertschöpfung (–17,8%) und von 240.300 Erwerbstätigen zu Vollzeitäquivalenten (–17,6%) erzielt. Damit leistete die Freizeitwirtschaft einen Beitrag von 6,6% zum BIP und von 6,2% zur Gesamtbeschäftigung.
Monographien, April 2021
Auftraggeber: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Mit dem Warentransport sind zahlreiche negative externe Effekte verbunden. Aufgrund eines Marktversagens werden zu viele Güter über weite Strecken transportiert. Maßnahmen zur Internalisierung, wie die Einführung von Auflagen, Verboten sowie Steuern, Abgaben und handelbaren Zertifikaten, zielen darauf ab, die externen Kosten zu berücksichtigen. In einigen Bereichen werden solche Eingriffe jedoch unterlassen. Eine umfassende Literaturrecherche zeigt, dass die mit dem Warentransport verbundenen externen Kosten nur teilweise internalisiert und somit preiswirksam sind. Mittels eines quantitativen Modells wird in einer Szenarioanalyse untersucht, wie sich eine Internalisierung der externen Kosten von Handelsaktivitäten in Form eines Preisaufschlags auswirken würde. Wie die Ergebnisse zeigen, könnte die Umsetzung von Transportkostenwahrheit im Extra-EU-Handel mit einer leichten Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes und der Beschäftigung in der EU einhergehen, sofern die Einnahmen dieser Handelsaufschläge wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Die Analyse benennt Handlungsempfehlungen zur Herstellung von Transportkostenwahrheit im internationalen Handel.
Regionalwirtschaftliche Verflechtungen der Kfz-Produktion im Bezirk Steyr (Regional Economic Linkages of Motor Vehicle Production in the Steyr District)
Monographien, März 2021, 48 Seiten
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 19.04.2021 11:00
 
Der Kfz-Bereich ist für den Bezirk Steyr und die angrenzenden Regionen von besonderer Bedeutung. Ebendiese Bedeutung für Standortraum und Regionalwirtschaft soll durch das vorliegende Projekt dargestellt werden, wobei sowohl die direkten als auch die indirekten Verflechtungen – also die regionalen Muster der Vorleistungsbeziehungen – betrachtet werden. Zusätzlich wird versucht, auch die induzierten Effekte auf die Einkommen bzw. den privaten Konsum in die Analyse einzubeziehen. Damit soll abgeschätzt werden, wie sich potentielle Änderungen in der Kfz-Produktion auf den regionalen Arbeitsmarkt auswirken könnten. Die Analyse soll damit auch Grundlagen für mögliche zukünftige wirtschaftspolitische Überlegungen schaffen.
Ulrike Famira-Mühlberger, Franz Sinabell, Gerhard Streicher (WIFO), Theresa Sterkl (lk-projekt)
Green Care in Österreich. Regionalwirtschaftliche Bedeutung und Zukunftsperspektiven (Green Care in Austria. Regional Economic Significance and Future Prospects)
Monographien, März 2021, 70 Seiten
Auftraggeber: Green Care Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 30.03.2021 11:00
 
Im Programm der Ländlichen Entwicklung wurden Maßnahmen etabliert, die Betriebe dabei unterstützen, Geschäftsfelder zu entwickeln, die über die Produktion landwirtschaftlicher Güter hinausgehen. Dazu zählt auch die Unterstützung bei der Bereitstellung von sozialen Dienstleistungen. Diese werden in Österreich unter der Bezeichnung "Green Care" entwickelt und vermarktet. Über den Verein "Green Care Österreich" wurden im Jahr 2020 auf 113 Betrieben, von denen 58 extern zertifiziert sind, 170 Green-Care-Dienstleistungen angeboten. Die vorliegende Studie liefert einen Überblick zu den regionalwirtschaftlichen Effekten dieser Dienstleistungen. Gemessen an der derzeit noch überschaubaren Anzahl von Betrieben sind die regionalwirtschaftlichen Effekte beachtenswert sowohl im Hinblick auf Wertschöpfung als auch auf Beschäftigung. Der Bericht beleuchtet zudem auch Perspektiven sozialer Dienstleistungen im ländlichen Raum und stellt dabei Daten zur sozialen Infrastruktur und demographischen Entwicklung vor.
Holz im Bau und als Rohstoff für Kraftstoffe. Szenarien für die österreichische Volkswirtschaft (Wood in Construction and as a Raw Material for Fuels. Scenarios for the Austrian Economy)
Monographien, März 2021, 32 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 18.03.2021 9:00
 
Der Cluster Forst- und Holzwirtschaft ist von hoher volkswirtschaftlicher und regionalökonomischer Bedeutung, wie statistische Auswertungen zu Wertschöpfung und Beschäftigung zeigen. Er nimmt außerdem eine zentrale Rolle in der Energiewende und der Transformation zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaft ein. Die österreichische Bundesregierung strebt die Klimaneutralität im Jahr 2040 an. Der Cluster kann dazu auf mehrfache Weise beitragen. Holz als Baustoff kann der Atmosphäre langfristig erhebliche Mengen von Kohlendioxid entziehen und somit die raschere Erreichung einer klimaneutralen Wirtschaft unterstützen. Durch erneuerbare Kraftstoffe und andere Stoffe aus Holz können zudem Verbrauchsgüter bereitgestellt werden, die bisher aus fossilen Rohstoffen gewonnen wurden. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass der vermehrte Einsatz von Holz trotz Verdrängungseffekten mit einer Steigerung der Wertschöpfung und einer Ausweitung der Beschäftigung einhergehen kann. Die Transformation des Wirtschaftssystems in Richtung erneuerbare Rohstoffe und Klimaneutralität wirkt sich unmittelbar positiv auf Wertschöpfung und Beschäftigung aus und verbessert die Treibhausgasbilanz Österreichs.
Regionale Beschäftigung im Cluster Forst- und Holzwirtschaft in Österreich (Regional Employment in the Forestry and Timber Industry Cluster in Austria)
Monographien, März 2021, 34 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 18.03.2021 9:00
 
Die vorliegende Studie stellt statistische Kennzahlen zur Wertschöpfungskette des Clusters Forst- und Holzwirtschaft in Österreich vor. Im Mittelpunkt stehen Auswertungen zur Beschäftigung auf regionaler Ebene. Die Zahl der im Inland wohnhaften aktiv Erwerbstätigen im Cluster Forst- und Holzwirtschaft wurde erstmals auf Bezirksebene ermittelt. Zusätzlich wurde der Bestand jener Personen erhoben, die im Bereich der Verwaltung, der Forschung und im Bildungswesen dem Forst- und Holzcluster zugeordnet werden.
Monographien, März 2021, 64 Seiten
Auftraggeber: Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 10.03.2021 9:30
 
Die gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV) sind ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Wohnungswirtschaft, jedoch in ihrer ökonomischen Bedeutung bisher unzureichend erforscht. Nach einer konzeptionellen Verortung der GBV zwischen staatlicher und privatwirtschaftlich-gewinnorientierter Wohnungsbereitstellung erfolgt in der vorliegenden Studie eine umfangreiche Bestandaufnahme der GBV-Aktivitäten. Darauf aufbauend werden "Machine Learning"-Verfahren angewandt, um die direkten ökonomischen Wirkungen von GBV-Wohnungen für die begünstigten Personen abzuschätzen. Die Schätzergebnisse werden dann in ein gesamtwirtschaftliches Input-Output-Modell (ASCANIO) eingebaut. Gegenüber einem fiktiven Vergleichsszenario ohne GBV ergeben sich durch die Aktivitäten der gemeinnützigen positive BIP-Effekte in Höhe von 600 bis 900 Mio. €. Die GBV wirken deutlich dämpfend auf die Wohnkostenbelastung der privaten Haushalte.
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(2), S.139-150
Online seit: 01.03.2021 0:00
 
Eine Forschungsarbeit des WIFO analysierte erstmals fondsübergreifend die Wirkung der europäischen Struktur- und Investitionsförderung auf die Regionalwirtschaft in Österreich seit 1995. Auf Grundlage einer neu geschaffenen Datenbasis zu EU-Förderungen und nationaler Kofinanzierung, die Individualdatenbestände von verantwortlichen bzw. abwickelnden Stellen zusammenführt, wurden die regionale Verteilung der Mittel und deren Wirkung auf die Wirtschaft der Bundesländer sowie kleinerer Einheiten (Arbeitsmarktbezirke, Gemeinden) untersucht. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die ESIF-Initiativen in Österreich zum Abbau regionaler Disparitäten beitrugen.
Monographien, Dezember 2020
Auftraggeber: Magistrat der Stadt Wien – Wirtschaftskammer Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die COVID-19-Pandemie und die zu ihrer Eindämmung gesetzten Maßnahmen führten die Wiener Stadtwirtschaft in eine schwere Rezession: Im 1. Halbjahr 2020 brach die reale Bruttowertschöpfung um 6,9% ein. Im gesamten Jahr 2020 dürfte die regionale Wirtschaftsleistung, dank Rebound-Effekten im Sommer und trotz erneuter Einschränkungen zu Jahresende, gegenüber 2019 um 6,2% gesunken sein. Der Rückgang ist in Wien damit spürbar geringer als im gesamten Bundesgebiet (–6,7%), was aber nicht zuletzt auf Sondereffekte zurückzuführen ist und sich in der Beschäftigungsentwicklung kaum niederschlägt. Die Arbeitslosenquote wird daher 2020 in Wien einen neuen Höchstwert erreichen. Für 2021 erwartet das WIFO auch für Wien eine Erholung, die wegen des neuerlichen Lockdown im I. Quartal jedoch schwach ausfallen dürfte: Die regionale Wertschöpfung dürfte 2021 – vom niedrigen Vorjahresniveau ausgehend – um etwas über +2% zunehmen; dieses Wachstum wird aber nicht ausreichen, um die wirtschaftlichen Einbußen und den Beschäftigungsrückgang des Jahres 2020 wettzumachen.
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