Die fünf Forschungsbereiche des WIFO

Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit

Profil

Der Forschungsbereich beschäftigt sich mit politikrelevanten Fragestellungen im Bereich des Arbeitsmarktes, der Einkommen und der sozialen Sicherungssysteme. Auf einer mikroökonomischen Ebene steht das individuelle Verhalten der Marktteilnehmenden im Rahmen von Erwerbsentscheidung und Beschäftigung unter Berücksichtigung von institutionellen Anreizstrukturen im Mittelpunkt. Von besonderem Interesse sind die notwendigen Anpassungen an sich ändernde Arbeitsmarktbedingungen im Bereich der Qualifikationen, sozialen Sicherheit und Arbeitsmarktflexibilität. Im Zentrum der Analysen zu sozioökonomischen Systemen, Systemen der sozialen Sicherheit und Verteilung stehen die Wirkungsweisen institutioneller Strukturen und daraus ableitbare politische Gestaltungsoptionen. Weitere wichtige Forschungsthemen sind die Folgen makroökonomischer Entwicklungen für den Arbeitsmarkt und die Einkommensverteilung. Die arbeitsmarkt- und sozialpolitische Wirkung von technolo­gi­schen, aber auch sozialen Innovationen sind nicht nur für den Wohl­stand der Bevölkerung, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft von zentraler Bedeutung.

SeriesDate unselb_besch_1000 al_quote
Date.UTC(2015,0,1) 3445.823 10.546
Date.UTC(2015,1,1) 3457.884 10.312
Date.UTC(2015,2,1) 3506.318 9.316
Date.UTC(2015,3,1) 3496.255 9.147
Date.UTC(2015,4,1) 3524.498 8.569
Date.UTC(2015,5,1) 3563.731 8.244
Date.UTC(2015,6,1) 3629.6 8.099
Date.UTC(2015,7,1) 3598.895 8.333
Date.UTC(2015,8,1) 3589.388 8.237
Date.UTC(2015,9,1) 3551.56 8.723
Date.UTC(2015,10,1) 3542.163 9.209
Date.UTC(2015,11,1) 3512.128 10.625
Date.UTC(2016,0,1) 3487.848 10.861
Date.UTC(2016,1,1) 3515.993 10.346
Date.UTC(2016,2,1) 3556.258 9.368
Date.UTC(2016,3,1) 3543.391 9.08
Date.UTC(2016,4,1) 3580.604 8.541
Date.UTC(2016,5,1) 3616.947 8.127
Date.UTC(2016,6,1) 3660.428 8.068
Date.UTC(2016,7,1) 3656.578 8.275
Date.UTC(2016,8,1) 3643.819 8.148
Date.UTC(2016,9,1) 3611.084 8.623
Date.UTC(2016,10,1) 3604.234 8.982
Date.UTC(2016,11,1) 3565.276 10.323
Date.UTC(2017,0,1) 3546.407 10.64
Date.UTC(2017,1,1) 3576.083 10.074
Date.UTC(2017,2,1) 3615.866 8.919
Date.UTC(2017,3,1) 3605.109 8.57
Date.UTC(2017,4,1) 3647.547 8.02
Date.UTC(2017,5,1) 3684.04 7.621
Date.UTC(2017,6,1) 3740.137 7.59
Date.UTC(2017,7,1) 3724.87 7.717
Date.UTC(2017,8,1) 3705.302 7.556
Date.UTC(2017,9,1) 3689.28 7.883
Date.UTC(2017,10,1) 3682.71 8.152
Date.UTC(2017,11,1) 3646.208 9.41
Date.UTC(2018,0,1) 3648.659 9.415
Date.UTC(2018,1,1) 3662.131 9.056
Date.UTC(2018,2,1) 3705.368 7.993
Date.UTC(2018,3,1) 3700.657 7.703
Date.UTC(2018,4,1) 3737.023 7.112
Date.UTC(2018,5,1) 3767.089 6.796
Date.UTC(2018,6,1) 3827.853 6.875
Date.UTC(2018,7,1) 3811.59 7.029
Date.UTC(2018,8,1) 3785.568 6.885
Date.UTC(2018,9,1) 3766.902 7.291
Date.UTC(2018,10,1) 3759.48 7.557
Date.UTC(2018,11,1) 3725.49 8.714
Date.UTC(2019,0,1) 3716.724 9.009
Date.UTC(2019,1,1) 3748.617 8.392
Date.UTC(2019,2,1) 3776.375 7.46
Date.UTC(2019,3,1) 3771.656 7.283
Date.UTC(2019,4,1) 3794.487 6.848
Date.UTC(2019,5,1) 3827.309 6.465
Date.UTC(2019,6,1) 3880.495 6.545
Date.UTC(2019,7,1) 3838.193 6.78
Date.UTC(2019,8,1) 3841.462 6.615
Date.UTC(2019,9,1) 3810.851 7.027
Date.UTC(2019,10,1) 3792.46 7.32
Date.UTC(2019,11,1) 3769.016 8.493
Date.UTC(2020,0,1) 3759.43 8.636
Date.UTC(2020,1,1) 3776.627 8.125
Date.UTC(2020,2,1) 3589.401 12.32
Date.UTC(2020,3,1) 3582.751 12.722
Date.UTC(2020,4,1) 3641.807 11.502
Date.UTC(2020,5,1) 3716.724 10.039
Date.UTC(2020,6,1) 3798.333 9.18
Date.UTC(2020,7,1) 3792.765 8.93
Date.UTC(2020,8,1) 3799.479 8.366
Date.UTC(2020,9,1) 3765.765 8.69
Date.UTC(2020,10,1) 3737.477 9.468
Date.UTC(2020,11,1) 3645.408 11.198
Date.UTC(2021,0,1) 3630.847 11.425
Date.UTC(2021,1,1) 3664.047 10.655
Date.UTC(2021,3,10)

Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik und Arbeitslosigkeit

Der Forschungsbereich hat in den letzten Jahren ein breites Spektrum von Instrumenten der Arbeitsmarktpolitik evaluiert. Die Schwerpunkte liegen derzeit auf Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von jungen Menschen, darunter insbesondere jenen mit Bezug einer Bedarfsorientierten Mindestsicherung, auf Bildungsmaßnahmen und auf Beratungs- und Betreuungsleistungen für Personen mit multiplen Vermittlungshindernissen. Typischerweise wird die Wirkung von Maßnahmen auf die weitere Erwerbslaufbahn und Einkommensentwicklung untersucht (Effektivität). Oftmals erfolgt darüber hinaus eine Gegenüberstellung der Kosten und Erträge von Interventionen aus Sicht der öffentlichen Hand (Kosteneffektivität).

Neben der aktiven Arbeitsmarktpolitik ist auch die passive Arbeitsmarktpolitik – die Ausgestaltung von Existenzsicherungsleistungen der Arbeitslosenversicherung – ein wichtiger Forschungsfokus. Weiters beschäftigt sich der Forschungsbereich mit langfristigen Veränderungen von Erwerbs- und Einkommensverläufen, den Gründen der rezenteren Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Langzeitbeschäftigungslosigkeit sowie mit dem Einstellungs- und Kündigungsverhalten von Unternehmen und dessen Rolle für die Arbeitslosigkeit.

Der Forschungsbereich arbeitet an Fragen der Integration von Migranten und Migrantinnen in den österreichischen Arbeitsmarkt. Zudem stehen Gender-Fragen im Vordergrund, etwa zum Gleichstellungspotential auf regionaler Ebene. Die Forschung zu Bildungsfragen konzentriert sich auf die Effekte von Basisqualifikationen, Weiterbildung und Schulungen auf die Arbeitsmarktintegration und den sozialen Zusammenhalt. Ein zentrales Thema ist ferner die Digitalisierung: Der Forschungsbereich untersucht Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch technologische Veränderungen und deren Auswirkungen auf die soziale Absicherung.

Einkommensverteilung und Einkommenspolitik

Der Forschungsbereich befasst sich mit der Entwicklung der Erwerbseinkommen auf segmentierten Arbeitsmärkten, der Analyse der Einkommensverteilung sowie der Verteilungsfunktion der öffentlichen Haushalte. Die Quantifizierung von Lohnungleichgewichten auch aus Gender-Perspektive (Gender Pay Gap) und deren langfristige Folgen auf das Lebenseinkommen stehen ebenso im Mittelpunkt wie der Zusammenhang zwischen Lohnkosten und Produktivität sowie die Entwicklung der Lohnstückkosten. Die Modellinfrastruktur des Forschungsbereiches ermöglicht darüber hinaus vielschichtige Evaluierungen der Effekte institutioneller Veränderungen (z. B. Familienbonus) für Individuen wie auch für die ökonomische Lage der privaten Haushalte.

Soziale Sicherungssysteme

Vor dem Hintergrund der Flexibilisierung der Erwerbstätigkeit und der damit verbundenen Einkommen auf zunehmend segmentierten Arbeitsmärkten stellen sich neue Herausforderungen an erwerbszentrierte Sicherungssysteme. Diese standen schon in der Vergangenheit im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit (z. B. Bedarfsorientierte Mindestsicherung, Entwicklung der Alterssicherung, Arbeitslosenversicherung), und sie wird weiter intensiviert. Auch wurden einzelne Sicherungsinstrumente auf ihre Wirkungsweise evaluiert (z. B. Familienleistungen). Im Rahmen dieses Forschungsstrangs beschäftigt sich der Forschungsbereich mit nachhaltigen Modellen zur Finanzierung des Wohlfahrtsstaates.

Mehrere Forschungsarbeiten im Bereich der Langzeitpflege projizieren den Pflege- sowie den Pflegepersonalbedarf bis 2050, berechnen die ökonomischen Effekte von Strukturverschiebungen innerhalb der Pflegedienstleistungen und bereinigen die unterschiedlichen Kosten der stationären Pflege in den Bundesländern, um die Vergleichbarkeit zu erhöhen.


Zu den Projekten und Publikationen des Forschungsbereiches:

Aktuelle Projekte

WIFO-Publikationen

Weitere Publikationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungsbereiches